VERMIN-DERUNG DER TEILCHENGRÖßE
Jedes feste Material ausreichender Größe, das brüchig ist, kann
granuliert werden. Dazu bedarf es sachkundiger Auswahl der richtigen Mahlsysteme, die so eingesetzt werden, daß ein maximaler Produktionsertrag erreicht wird, ohne daß hierbei zu viele feine Teilchen anfallen. Ein typisches Beispiel ist das Umformen von Flocken in Granulate mit dem Ziel, die Zuführung zu kontinuierlich arbeitenden Verarbeitungsmaschinen zu optimieren oder die homogene Vermischung mit anderen Elementen aus einem granulierten Blend zu verbessern. Dies gilt auch für größere Prills oder Perlen, die kleiner als 1mm sein müssen. Geschmolzene Rohstoffe können in einem flachen Behälter oder in schräg zulaufenden Fässern in solide Scheiben oder Blöcke umgeformt werden. Für eine Verkleinerung kann es nötig sein, daß sie sowohl gebrochen als auch gemahlen werden. Dies kann vor dem Sieben zu einem Produkt führen, das zuviel feines Material enthält und eine enttäuschend niedrige Ausbeute bringt. Die Granualte besitzen eine eckige Form.

SYSTEME
Schwere Brecher werden eingesetzt, um bei geringer Geschwindigkeit Scheiben auf die gewünschte Größe zu bringen. Es entsteht eine beträchtliche Menge zu großen Materials, das recycelt werden muß, weil sonst zuviel feines Material entstehen würde.

Die Knabbermaschinen arbeiten mit einer viel niedrigeren Geschwindigkeit. Sie können eingesetzt werden, um große Brocken oder Materialblöcke so zu zerkleinern, daß diese im folgenden Mahlprozeß verarbeitet werden können. Freifließendes Material kann auf 2-5mm verkleinert werden, in manchen Fällen sogar auf 0,5 bis 1mm.

Eine Hammermühle rotiert mit etwa 1000 Umdrehungen pro Minute und es werden hierbei Messer eingesetzt, um die Stücke auf ungefähr 2 bis 3 mm zu verkleinern. Abhängig vom Rohstoff ist es oft möglich, mit vorsichtigem Mahlen und mit einer beträchtlichen Menge recycelten Materials einen gute Ausbeute an Material zwischen 0,5 und 1 mm zu erhalten.

Eine luftgetriebene Klassiermühle setzt Luft ein, um das Material zu kühlen und so zu verhindern, daß es plastifiziert oder klebrig wird. Dieser Prozeß kann angewandt werden, um Flocken in Granulate mit einem minimalen Anteil an feinen Teilchen umzuwandeln.

Für Flocken oder bis auf einzelne brechbare Klumpen aggregierte Granulate ist es möglich, ein rotierendes Sieb einzusetzen.